Die 5. StrandVÖLKERball-Weltmeisterschaft mit echten Völkern

Neuer Weltmeister der StrandVÖLKERball-WM 2007 am Oststrand steht fest!

Nach drei äußerst gut besuchten Vorrunden-Spieltagen (26.-28. Juli) mit über 1.000 Besuchern pro Abend musste das Finale am 29. Juli wegen starken Regens verschoben werden.
Die Vorrunden-Spiele zeigten, dass sich die jahrelange Aufbauarbeit bewährt hat: Die Völker wussten, wie sie die Herzen der Zuschauer gewinnen konnten und überraschten mit originellen Kostümen. Nicht nur die mittlerweile legendären Japaner in "Sumo-Strings" und Butoh-Bemalung, auch die Amerikaner mit Cowboyhüten, die Preußen mit Pickelhauben und Kaiser-Wilhelm-Bärten und die Finninnen in Bademänteln persiflierten gekonnt ihre ethnischen Eigenheiten. Mit Ritualen aus tiefster Volksseele motivierten sie sich vor jeder Schlacht: Die Apachen gruben ihr Kriegsbeil aus, die Schweden tanzten einen Ringelrein und die Preußen versorgten jedes Mal sich selbst, das gegnerische Volk, Schiedsrichter und Moderator mit einer Runde Schnaps. Spieler und Zuschauer gingen auch kulinarisch gut gestärkt nach Hause - sei es mit den scharfen Kimchis der Koreaner, dem intensiv riechenden hessischen Handkäs mit Musik, Pulla und Moppsa der Finninnen, schwedischen Köttbullar, Paella der Spanier oder Götterspeise in Petrischalen von den Mutanten - ein etwas seltsamer Neuzugang aus der Genforschung. Doch auch die sportliche Kompetenz blieb nicht auf der Strecke - viele traditionelle Völkerball-Völker wie die Hessen oder die Deutschländer (ehemals Griechen-Türken) konnten auf langjährige Erfahrung mit dem Wurf-und-Fang-Sport zurückgreifen und sich für das Finale qualifizieren.

Am Freitag den 10. August war es dann soweit. Sechs Völker (Deutschländer, Ruhrpottler, Hessen, Apachen, Münsterländer und Preußen) kämpften um den Weltmeistertitel und traten gleichzeitig an, um den in diesem Jahr erstmals verliehenen Wanderpokal, den Völker-Globe, zu gewinnen. Rasante Partien mit viel Spielwitz und Finesse waren das Resultat. Alle Völker spielten sehr fair und auf hohem Niveau. Sie sorgten für originelle Unterhaltung (Preußen und Apachen zeigten jeweils eigens choreographierte wundervolle Tanzeinlagen) und wurden durch die charmant-kurzweilige Moderation Steffen Keppers und die musikalische Untermalung des DJ-Teams vom Superclub unterstützt - die Zuschauer dankten es ihnen mit großartiger Stimmung und gebannter Aufmerksamkeit. Am Ende siegte nach großartigen Spielen das Volk aus dem Ruhrpott über die Münsterländer und bekam damit den heiß begehrten Siegerpokal.
Damit wurden die Ruhrpottler nach 2005 schon zum zweiten Mal Weltmeister und zogen mit den Japanern gleich, die als zweifacher StrandVÖLKERball-Weltmeister in diesem Jahr überraschend in der Vorrunde ausgeschieden waren.

Trotz extrem schlechter Wettervorhersagen kamen immerhin 800 Zuschauer an den Oststrand. Sie genossen die volkstypischen kulinarischen Spezialitäten, feuerten ihre Völker begeistert an und feierten mit ihnen bis tief in die Nacht an der Spree.

Für den Veranstalter Christian Schulz (Geschäftsführer der Hexenkessel und Strand GmbH) steht fest, dass der erfolgreichste Wachstumssport Berlins auch im nächsten Jahr wieder am Oststrand seine WM austragen wird. Gemeinsam mit dem WeltstrandVÖLKERballverbandspräsidenten Matthias Böttger und Max Schumacher plant er für 2008 ein noch internationaleres Völkerspektrum und eine Zuschauertribüne, die den Center Court zu einem Hexenkessel werden lässt.

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