Die Preußen sind neuer Weltmeister im StrandVÖLKERball!!!
Vier spannende Tage am Oststrand – die 6. Weltmeisterschaft im StrandVÖLKERball bricht alle Rekorde

Berlin, 28. Juli 2008.
Noch nie gab es so schönes Wetter, noch nie so leidenschaftliche Völker und noch nie eine solch großartige Stimmung am Centre Court am Oststrand. Nach drei spannenden Vorrundentagen und einem Finale auf allerhöchstem Spielniveau steht der neue Weltmeister seit gestern 22:30 Uhr fest: die Preußen.

Die Damen und Herren der Preußen trugen Schnurrbärte und Pickelhauben. Sie gaben ihren Gegnern immer einen freundschaftlichen Korn vor jeder Partie aus. „Doping“ ist beim Kultur-Sport Völkerball kein Problem – es durften die seltsamsten Speisen und Getränke verkostet werden. In den Vorjahren schlugen sich die Preußen wacker, aber zur Trophäe, dem VölkerGlobe, einem Wanderpokal, reichte es nie. Spielwitz und Charme, Treffsicherheit und Fangstärke brachten die Preußen diesmal in das Pantheon des StrandVÖLKERballs. „Die Preußen stehen für eine geradezu obszön nach oben gehende Lernkurve” – so Völkerballmoderator Steffen Kepper, der wieder auf seine ihm eigene humorvolle Weise das Publikum bestens unterhielt.

Den meisten Völkern war anzumerken, dass sie keine Anfänger mehr sind. Taktik und Spieltechniken waren professioneller und raffinierter denn je. Entsprechend überraschten nicht nur die Klassiker unter den Völkerball-Völkern, etwa die Hessen oder die Ruhrpottler (Weltmeister 2007) mit einem schnellen, souveränen Völkerball der Spitzenklasse. Auch relative Newcomer, wie die Apachen, spielten meisterlich und erreichten bereits in ihrem zweiten Jahr das Endspiel. Sie versuchten zudem, mit Feuerwasser, Büffelspießen und den Tänzen ihres Häuptlings Weißer Hirsch die Zuschauer für sich zu gewinnen.

Doch deren Herzen schlugen für keines der Völker so hoch wie für die Japaner. Das mit Abstand größte Volk war mit 20 liebevoll selbstironisch kostümierten Kämpfern gekommen – die Frauen in Tennisröckchen und Kimono, die Männer in ihren schon legendären Sumo-String-Tangas und wilder Körperbemalung. Vor jedem Spiel zelebrierten die Japaner eine lautstarke Massenchoreographie, zeigten in jeder Begegnung eine außergewöhnliche Spielweise und erlangten so die Gunst der Zuschauer. Die Japaner waren die Sieger der Herzen, doch reichte ihre starke Performance nicht für einen der Spitzenplätze am Finaltag.

Ein neuer Trend waren in diesem Jahr Publikumsbeschenkungen – die Hessen verteilten bizarre Werbegeschenke von ihrer Landesvertretung, die Münsterländer Schnäpse ihres Fremdenverkehrsbüros und die Marokkaner Lollis in den Nationalfarben. Die Nordafrikaner waren überhaupt ein gutgelaunter Neuzugang in diesem Jahr, hatten sogar authentische Wasserpfeifen dabei.

Selten wurden karnevalesker Spaß und ernsthafter Sport so gepflegt verbunden wie in diesem Jahr. Besonders am Finaltag waren dabei wunderschöne Gesten der Völkerverständigung zu erleben, alle Völker bildeten unter stürmischem Beifall des Publikums eine riesige Polonaise durch das Sandstadion. Das Publikum tobte ebenfalls, endlose La Ola Wellen schwappten durch die Arena – Bombenstimmung wie nie! Ein buntes Völkergemisch in ausgelassener Harmonie feierte anschließend bis in die späten Nachtstunden die siegreichen Preußen zu den Beats der Superclub DJs Andre Herzig und Maurice.

Die sich selbst inszenierenden Völker, ihre kulinarischen Höhepunkte (neben hessischem Handkäs, schwedischen Köttbullar oder japanischen Reissandwiches gab es erstmals echte argentinische Steaks, tschechische Palatschinken und marokkanisches Couscous) und die einmalig tolle Atmosphäre am Oststrand direkt an der Spree lockten bei dieser WM pro Abend bis zu 1.500 Zuschauer in die Sandarena hinter der East Side Gallery. Veranstalter Christian Schulz (Geschäftsführer der Hexenkessel und Strand GmbH) freut sich: „Alle Spiele hatten olympisches Niveau: Spannung, Spielstärke und Fairness waren kaum zu übertreffen und geradezu beispielhaft.“ Für ihn steht fest, dass der erfolgreichste Wachstumssport Berlins auch im nächsten Jahr wieder am Oststrand seine WM austragen wird. Gemeinsam mit Matthias Böttger und Max Schumacher, dem Präsidium des WeltstrandVÖLKERballverbandes, steckt er bereits in den Vorbereitungen für 2009.

Die nächste StrandVÖLKERball Weltmeisterschaft ist vom 23. bis 26. Juli 2009 geplant. Anmeldungen an voelkerball@oststrand.de.